Uwe Topper

Uwe Topper prangert in seinen Büchern “Die große Aktion” und “Fälschungen der Geschichte” bisher gängige Lehrmeinungen an. So wird z.B. dargelegt, daß in deutschen Museen gezeigte antike Kunstwerke nicht im geringsten so alt sind, wie uns glaubhaft gemacht werden soll.

Vielmehr wurden viele Museen im Antiquitäten-Kaufrausch des 18. Jahrhunderts mit zahllosen, frisch angefertigten und nachträglich gealterten Artefakten versorgt. Viele davon sind zwischenzeitlich als Fälschungen anerkannt worden und aus den Ausstellungssälen verschwunden. Andere wie z.B. die Thyrene oder der Pergamon-Altar in Berlin werden weiterhin als antike Kunstwerke ausgestellt, nicht zuletzt weil der teilweise extrem hohe Anschaffungspreis der Kunstwerke oder gar der eigens angefertigte Bau eines ganzen Museums für ein Ausstellungsstück (Pergamonmuseum in Berlin) nicht ohne weiteres aufgegeben werden kann.

Am Beispiel der Thyrene zeigt Topper den gesamten Werdegang der Statue, nennt den Namen des Künstlers und beweist, daß das Werk nach einem Foto einer ähnlichen Statue in London angefertigt wurde. Dadurch werden auch Unklarheiten und Fehler erklärt, die nur dadurch entstehen konnten, daß der Künstler das Original nie selbst gesehen hat.

Ein weiterer interessanter Punkt ist die Behauptung Toppers, die Antike wurde zeitlich direkt vom römischen Reich abgelöst und die Cäsaren lebten zu einer Zeit, die heute als das Mittelalter gilt. Die Römer mussten die ganzen antiken Bauwerke nicht aufgrund der vergangenen Jahrhunderte aus dem Schutt befreien, sondern aufgrund von Schutt der durch eine gewaltige Naturkatastrophe angefallen ist.

Im Übrigen verteten andere Chronologiekritiker wie Heribert Illig und Francesco Carotta durchaus Meinungen, die der von Uwe Topper völlig oder zumindest teilweise widersprechen. Man darf gespannt sein, was neues herausgefunden wird.